Schließlich wurde der Besitzer des Cafés auf ihn aufmerksam und verkaufte ihn an einen neugierigen Sammler, der sich auf exzentrische Relikte spezialisiert hatte. Dieser Sammler, Y. Roth aus New York, war ein kulturbegeisterter Mensch, der mit Vorliebe alte, verlorene oder einzigartige Gegenstände sammelte, um ihrer Bedeutung auf den Grund zu gehen. Muffel wurde Teil einer farbenfrohen Ausstellung – ein Spektakel der Nostalgie – und reiste zu verschiedenen Kulturfestivals quer durch Europa, Amerika und Asien. In den belebten Straßen von Tokio, nahe der Shibuya-Kreuzung, überkam Muffel plötzlich der Drang, seine Reise von nun an alleine fortzusetzen. Er begann bei den beeindruckenden Tempeln in Kyoto, drehte eine Schleife über die Essensmärkte von Seoul, erkundete Shanghai und endete schließlich in Peking. Niemals hätte er sich damals in Chemnitz träumen lassen, wie viele Kulturen und Geschichten die Welt bereit hielt. Den Zauber all dieser fernen Orte ließ er in seine Nähte einfließen.